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Bundesfrauenleitung: Solidarität und klare Kante

Bei der ersten BuFL-Sitzung des Jahres ging es sofort um die brandaktuellen Themen. Spontan wurde beschlossen, sich solidarisch mit den Kolleg:innen bei DB Cargo zu erklären.

Die Bundesfrauenleitung steht fest an der Seite unserer Kolleg:innen. Es braucht mehr Schienengüterverkehr und keinen Abbau“, so Nadja Houy, Vorsitzende der Bundesfrauenleitung. „Die EVG steht geschlossen hinter der Belegschaft und ist bereit, sich gegen diesen massiven Angriff auf DB Cargo zu wehren. Danke an die Bundesfrauenleitung, dass sie dieses wichtige Signal in ihre Netzwerke hineinträgt“, ergänzte die stellvertretende EVG-Vorsitzende Cosima Ingenschay. 

Auch wurde der einstimmige Beschluss gefällt, sich nochmals eindeutig gegen die AfD und andere frauen- und demokratiefeindliche Kräfte zu positionieren. „Diese selbsternannte Alternative ist keine. Ihre Werte, Vorstellungen und Ideen richten sich gegen alle Arbeitnehmenden und würden den Sozialstaat zerstören. Frauen im Arbeitsleben sind ihnen besonders ein Dorn im Auge. Am liebsten sähen sie uns alle auf Heim und Herd beschränkt“, fasst eine Kollegin am Rande der Sitzung zusammen.

Ausdrücklich wurden die beiden Resolutionen des EVG-Bundesvorstands – zu DB Cargo und zur AfD – unterstützt. Danach nahm man sich noch die Zeit und spielte durch, wie es denn bei der Sitzung aussähe, wenn man die bekannt gewordenen Deportationspläne (verharmlosend selbst als „Remigration“ bezeichnet) umsetzen würde. Fazit: Es wäre sehr leer im Sitzungsraum geworden.

Die EVG als Ganzes setzt sich dafür ein, mehr Frauen als Mitglieder zu gewinnen. Dazu konnte erneut über anstehende Maßnahmen berichtet werden. So soll es auch dieses Jahr wieder Workshops und Seminare mit diesem Schwerpunkt geben. 

Ganz konkrete Auswirkungen hatten dann auch die schon lange bestehenden Satzungsregelungen zum Thema Frauenquote; so musste eins der Überhangmandate Frauen in der Bundessenior:innenleitung nachbesetzt werden. „Wie immer war es kein Problem, hierfür eine interessierte Kollegin zu finden. Engagierte Frauen haben wir in jeder Himmelsrichtung. Man muss halt auch nur wirklich nachfragen“, so Houy dazu. „Es gibt sie auch für alle Themen und Fragestellungen. Es muss selbstverständlich sein, dass ihre Perspektiven unsere Arbeit bereichern und im Interesse aller vorwärtsbringen“, fügte Cosima Ingenschay an. Auch die angestrebte engere Vernetzung der Landesverbände Frauen trägt Früchte, denn es gab bereits von einer gemeinsamen Klausur der Landesverbände Nord zu berichten. Weitere gemeinsame Projekte und Aktionen stehen in den Startlöchern, von denen wir weiter berichten werden.

Die Baumspenden der Bundesfrauenleitung (entstanden aus dem AK Nachhaltigkeit) gingen natürlich auch in die nächste Runde. Am Ende der Sitzung kam der eigene Wald dann auf insgesamt 47 Bäume. 

Als Vorbereitung auf die nächste Tarifrunde wurde außerdem wieder ein zeitlich befristeter Arbeitskreis Tarif der Bundesfrauenleitung ins Leben gerufen, der im Mai seine Arbeit aufnehmen soll.

„Die Themen, mit denen wir uns beschäftigt haben, kenne ich seit mehr als 30 Jahren aus der Gewerkschaftsarbeit“, fasste die Kollegin Marianne Hampel zusammen, die zum ersten Mal als Stellvertreterin dabei. „In vielen Bereichen der Gleichstellung bewegt sich leider nur sehr langsam etwas. Das ist aber kein Grund, nicht weiter dranzubleiben.“